Der neue Boxer: Automobiles Vergnügen für gewerblichen Einsatz

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Mo, 22/05/2006 - 00:00
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Zwischen 1995 und 2005 ist der europäische Markt für leichte Nutzfahrzeuge von 1.291.000 auf über 2 Millionen Einheiten gewachsen, was einer Steigerung um 60% entspricht. Im gleichen Zeitraum konnte Peugeot seine Verkaufszahlen für leichte Nutzfahrzeuge von 76.000 auf 166.000 Einheiten erhöhen.

Um diesen positiven Trend fortschreiben zu können, bringt Peugeot mit dem neuen Boxer eine Transporter-Generation auf den Markt, die den gewachsenen Ansprüchen des Segments in Sachen Sicherheit, Ladevolumen und Wirtschaftlichkeit gerecht wird.

Mit diesem Fahrzeug beginnt gleichzeitig die umfangreiche Erneuerung der Nutzfahrzeugpalette der Marke Peugeot.

Auch wenn die ursprüngliche Modellbezeichnung Boxer beibehalten wurde, die unter diesem Namen als Baureihe erstmals 1994 auf den Markt kam, führt der jüngste Vertreter die Stärken seines Vorgängers insbesondere in den Punkten Komfort, Handling und Modellvielfalt zu neuen Höhen.



Zwischen 1995 und 2005 ist der europäische Markt für leichte Nutzfahrzeuge von 1.291.000 auf über 2 Millionen Einheiten gewachsen, was einer Steigerung um 60% entspricht. Im gleichen Zeitraum konnte Peugeot seine Verkaufszahlen für leichte Nutzfahrzeuge von 76.000 auf 166.000 Einheiten erhöhen.

Um diesen positiven Trend fortschreiben zu können, bringt Peugeot mit dem neuen Boxer eine Transporter-Generation auf den Markt, die den gewachsenen Ansprüchen des Segments in Sachen Sicherheit, Ladevolumen und Wirtschaftlichkeit gerecht wird.

Mit diesem Fahrzeug beginnt gleichzeitig die umfangreiche Erneuerung der Nutzfahrzeugpalette der Marke Peugeot.

Auch wenn die ursprüngliche Modellbezeichnung Boxer beibehalten wurde, die unter diesem Namen als Baureihe erstmals 1994 auf den Markt kam, führt der jüngste Vertreter die Stärken seines Vorgängers insbesondere in den Punkten Komfort, Handling und Modellvielfalt zu neuen Höhen.

So liefert die neue Generation neue Antworten auf neue Anforderungen:

Mehr Volumen: Mit neuen Modellvarianten des Kastenwagens stehen künftig Ladevolumina von 8 bis 17 m³ zur Verfügung.
Der neue Boxer ist schon die fünfte Fahrzeuggeneration, die im Rahmen der industriellen Kooperation zwischen PSA Peugeot Citroën und Fiat, die Anfang der 1980er Jahre begründet und bereits bis 2017 verlängert wurde, im Werk Sevel Sud konzipiert wurde und dort auch gebaut wird.

Diese jüngste Generation tritt im Segment der Transporter an, in dem Peugeot in Europa von 1994 bis 2005 eine Zuwachsrate von 97% verzeichnen konnte.

Nach insgesamt 530.000 seit Markteinführung produzierten Fahrzeugen übergibt die erste Boxer-Generation nun den Stab an den Nachfolger. Als Reaktion auf die in diesem Marktsegment ständig wachsenden Anforderungen der Kunden geht das neue Modell von Anfang mit einem neuen Selbstverständnis an den Start.

Neue Modelle mit noch mehr Auswahl

Um sich als würdiger Nachfolger zu erweisen, musste der neue Boxer eine größere Modellvielfalt bieten. In drei Radstandsvarianten (3,0 m, 3,45 m und 4,04 m) wird der neue Boxer als geschlossener oder verglaster Kastenwagen in vier Längen- (L1, L2, L3, L4) und drei Höhenvarianten (H1, H2, H3) angeboten.

L1 L2 L3 L4
H1 H1 H2 H2 H3 H2 H3
Radstand 3 000 3 450 4 035 4 035
Gesamtlänge 4 963 5 413 5 998 6 363
Gesamthöhe 2 254 2 254 2 524 2 524 2 764 2 524 2 764
Gesamtbreite
(ohne Außenspiegel) 2 050 2 050 2 050 2 050
Ladevolumen (m3) 8 10 11,5 13 15 15 17

Vom Fahrgestell über den Pritschenwagen mit Einfach- oder Doppelkabine bis hin zum Kastenwagen stehen zahlreiche Varianten zur Auswahl.
Für Aufbauhersteller werden besondere Optionen wie z. B. schwenkbare Sitze oder auch ein vorgestanzter Dachausschnitt angeboten.

Diese Spezialisten können das Fahrzeug beispielsweise auch mit verbreiterter Spur an der Hinterachse für besonders breite Aufbauten ordern.

Abgerundet wird das Angebot durch Bus- und Luxusbus-Versionen für den Personentransport.

Außendesign

Das Außendesign des neuen Boxer mit kräftiger, dynamischer Linienführung bricht mit den marktüblichen Standards.

Die robust und sicher wirkende Frontpartie verleiht dem Boxer einen eigenständigen Charakter. Der markant gestaltete Kühlergrill mit dem großen Peugeot-Signet und hoch angesetzten mandelförmigen Klarglasscheinwerfern lassen an der Markenzugehörigkeit keinerlei Zweifel.

Für wirksamen Schutz der Karosserie sorgt der imposante vordere Stoßfänger, der im unteren Bereich zwei runde Ausschnitte für die optional lieferbaren Nebelscheinwerfer aufweist. Rechteckige Aussparungen direkt darüber kann man zum Reinigen der Windschutzscheibe als Tritthilfe nutzen.

Die großflächige, weit nach unten gezogene Frontscheibe geht perfekt in die Wölbung der Motorhaube über, um gute Sicht zu gewährleisten und so zur bestmöglichen Sicherheit beizutragen.

Die als Flachblatt ausgeführten Frontscheibenwischer arbeiten äußerst effizient und sind an zwei profilierten Wischerarmen befestigt.

Über die glatten, durch eine Sicke verstärkten Seitenpartien laufen breite Schutzleisten, die bei den Modellen mit verstärkter Hinterwachse auch die Radhäuser umschließen. Die seitlichen Blinkleuchten sind in die Gehäuse der großen Außenspiegel mit zweigeteiltem Spiegelglas - womit der so genannte Tote Winkel vermieden wird - integriert.

Seine kubische Heckpartie lässt den Boxer betont funktionell wirken und sichert ihm zugleich ein größtmögliches Ladevolumen. Der hintere Stoßfänger geht nahtlos in die seitlichen Schutzleisten über und dient darüber hinaus als Trittbrett für einen leichteren Zugang zum Laderaum. Die vertikal angeordneten, nunmehr in Klarglasoptik ausgeführten Heckleuchten betonen das hochmoderne Design des neuen Boxers. Das dritte Bremslicht wurde in den oberen Querträger über den Hecktüren platziert.

Das Interieur des neuen Boxer

Das Fahrerhaus ist für bis zu drei Personen ausgelegt und dabei sehr hell sowie geräumig gestaltet, um den Passagieren - einschließlich einer dritten Person auf dem Mittelsitz - bestmöglichen Komfort zu bieten. Die Innenausstattung ist praktisch und wohnlich zugleich. Gleichzeitig bietet der neue Boxer Ausstattungsmerkmale, die im allgemeinen Pkws vorbehalten sind.

Der Fahrerplatz ist ergonomisch und funktionell gestaltet. Für optimalen Bordkomfort sind bei allen Boxer-Modellen elektrische Fensterheber mit Tippschaltung vorne und Einklemmschutz auf der Fahrerseite verbaut. Das Lenkrad ist zudem in der Tiefe verstellbar.

Die Instrumententafel wurde mit großer Sorgfalt auf höchste Funktionalität ausgelegt.
Sie verfügt über zahlreiche Ablagen wie ein Busfach im Mittelteil, zwei Handschuhfächer, davon eines mit Kühlfunktion, und so praktische Accessoires wie eine integrierte Schreibunterlage sowie einen Becherhalter.

Darüber hinaus besitzt der Boxer in beiden Türverkleidungen je eine Ablage, eine 22 Liter große Überkopfablage, eine Schublade unter dem Fahrersitz und Schubfächer unter den beiden anderen Sitzen. Die Rückenlehne des Mittelsitzes ist außerdem als Schreibunterlage geeignet.

Klimakomfort

Die Heizungs- und Belüftungsanlage bietet einen Luftdurchsatz von
- maximal 400 m3/h im Entfrosterbetrieb und
- maximal 420 m3/h im Belüftungsmodus.
Vier regelbare Frontdüsen und zwei bodenwärts gerichtete Ausströmer sorgen für eine gleichmäßige Luftverteilung.

Temperatur und Lüftung werden über zwei Drehschalter am Armaturenbrett geregelt:

o einen für die Lufttemperatur und die vier Lüfterstellungen;
o einen für Frischluftzufuhr von außen oder Umluftbetrieb.

In manchen Ausstattungsvarianten verfügt der neue Boxer über eine optionale Zusatzheizung, die sich beim Kastenwagen unter dem Fahrersitz und beim Bus im Fahrzeugheck befindet. Der Luxusbus besitzt für jede Sitzreihe eine eigene Luftausströmerleiste.

Für die Ausführungen Kastenwagen und Bus ist eine manuelle Klimaanlage mit Pollenfilter und Umluftfunktion als Sonderausstattung erhältlich, auch eine Klimaautomatik wird auf Wunsch angeboten. Ein spezielles LCD-Display in der Mitte des Bedienfeldes zeigt die gewählten Einstellungen an. Neben der Klimaanlage sorgt auch die Frontscheibe aus Wärmeschutzglas für optimalen Klimakomfort.


Assistenzsysteme

 Geschwindigkeitsregelung

Mit dem optionalen Geschwindigkeitsregler wird die Geschwindigkeit des Fahrzeugs unabhängig vom Geländeprofil entsprechend den Vorgaben des Fahrers definiert. Dabei kann der Fahrer durch Druck auf das Gaspedal, die Bremse oder die Taste im Bedienteil unter dem Lenkrad das voreingestellte Tempo jederzeit verändern. Für Modelle, die einem gesetzlichen Geschwindigkeitslimit unterliegen, wird auch ein fester Geschwindigkeitsbegrenzer (90 oder 100 km/h) angeboten, je nach Ausführung serienmäßig oder gegen Aufpreis.

 Einparkhilfe am Heck

Als Sonderausstattung ist für den Boxer eine sensorgeführte Einparkhilfe oder eine mit Rückfahrkamera im Angebot.
Beim ersten System informieren vier Sensoren im hinteren Stoßfänger den Fahrer mit einem akustischen Signal über Hindernisse hinter dem Fahrzeug. Wenige Zentimeter vor dem Hindernis warnt schließlich ein konstanter Piepton vor der drohenden Unfallgefahr.

Das bildschirmbasierte System dagegen arbeitet mit einer Rückfahrkamera, die in das dritte Bremslicht integriert ist. Die Bilder werden auf einem schwenkbaren LCD-Display neben dem Innenrückspiegel angezeigt.

Beide Systeme werden beim Einlegen des Rückwärtsgangs aktiviert.

Für noch mehr Komfort und Sicherheit sind für den neuen Boxer auch eine Einschaltautomatik für das Abblendlicht und eine Scheibenwischautomatik erhältlich.

Audiosystem

Zum Serienumfang des Boxer gehören eine Dachantenne mit Anschlussvorbereitung für ein Radio inklusive Kabel für die Lautsprecher und eine Stromversorgung.
Darauf aufbauend sind für die Modellreihe mehrere Audiosysteme als Sonderausstattung erhältlich:
o Radio mit Einfach-CD-Player mit oder ohne MP3-Kompatibilität, mit Bedienteil am Lenkrad,
o verschiedene Audiosysteme mit Bluetooth-Telefon und Spracheingabe.

Farben und Bezugsstoffe

Alle Ausführungen werden mit besonders hochwertigen Flachgewebe-Bezügen mit der Bezeichnung »Transcodage« angeboten, der Luxusbus trägt Stoffpolstzerung »Achilles«. Für die Nutzfahrzeugversionen ist auch ein Kunstlederbezug im »Pierce«-Design als Sonderausstattung erhältlich.
Der Fahrersitz hat eine in der Höhe verstellbare Kopfstütze und eine Armauflage. Außerdem kann die Rückenlehne in der Neigung und die Sitzfläche in der Höhe und in Längsrichtung verstellt werden.
Auf Wunsch ist der Fahrersitz auch mit variabler Federung verfügbar, die an das Gewicht des Fahrers angepasst werden kann. So werden Straßenunebenheiten besonders gut herausgefiltert.

Der neue Boxer wird in zwölf verschiedenen Farben angeboten:

o sechs Uni-Farbtönen:

Schnee Weiß Parthenon Crème
Tiziano Rot Line Blau
Imperial Blau Carioca Gelb

o sechs Metallicfarben:

Aluminium Grau Stahl Grau
Perl Gold Azur Blau
Ares Rot Batik Orange

Funktionalität

Neben dem sorgfältig gestalteten Fahrerbereich wurde auch im Laderaum großer Wert auf Praxistauglichkeit gelegt. So ist die Ausführung der Radhäuser besonders Platz sparend. Die Innenmaße wurden optimiert und die Türen und Klappen für vielerlei Einsatzzwecke ausgelegt.

Für die seitliche Schiebetür des Boxer sind je nach Länge und Höhe des Fahrzeugs vier unterschiedliche Varianten erhältlich. Die Schiebetür läuft in einer Trageschiene im oberen Türrahmen, zwei weitere Schienen auf Höhe der Gürtellinie bzw. im Schwellerbereich garantieren eine sichere Führung.

Serienmäßig wird der Boxer mit zwei Heckflügeltüren mit vier Schließpunkten, einem davon in der Mitte, ausgeliefert. Der Öffnungswinkel der beiden Türflügel beträgt 96°, kann mit Hilfe einer Klappstrebe aber auf 180° bzw. als Sonderausstattung sogar auf 270° vergrößert werden, um bei Bedarf die Ladeöffnung zu verbreitern.

Um die Ladung sicher verstauen zu können, verfügt der verrippte Laderaumboden je nach Fahrzeuglänge über acht bis zehn Verzurrösen.

Die Seitenwände werden serienmäßig durch eine schwarze »Teflor«-Kunststoffverkleidung abgedeckt, die gleichzeitig die Ladung vor Beschädigung schützt. Über dieser Verkleidung sind Bohrungen zur Befestigung einer Verzurrschiene eingebracht. Durch die extrem niedrige Ladekante (je nach Ausführung 535 bis 560 mm) verfügt der neue Boxer bei diesem wichtigen Kriterium im Vergleich zu den Wettbewerbs-Transportern über mit die besten Werte auf dem Markt.

Über serienmäßige Verankerungspunkte im Dach des Boxer lässt sich ein Dachträger mit einer Nutzlast zwischen 150 und 200 kg (je nach Längenvariante) montieren.


Passive Sicherheit

o Optimierte Karosseriestruktur

Sämtliche Karosserievarianten des geschlossenen und verglasten Kastenwagens basieren auf einer Monocoque-Struktur mit modularen Karosserieteilen. Der Wechsel aus verrippten und konturierten Partien in diesen Bauteilen wirkt sich nicht nur auf das Fahrzeugdesign, sondern auch auf die Steifigkeit positiv aus.

o Optimale Steifigkeit

Beim neuen Boxer wurde die Fahrgastzelle so ausgelegt, dass sie bei einem Unfall möglichst wenig belastet und dank ihrer hohen Steifigkeit kaum verformt wird. So erfüllen sämtliche Karosserievarianten des Boxer die Vorgaben für den Frontalaufprall nach ECE-R 12.

Dank seiner neuartigen Bauweise mit integrierten Crashelementen, die die Insassensicherheit deutlich verbessern und dazu die Reparaturkosten senken, bietet der Vorderwagen eine optimale Steifigkeit.

Der Längsträger wurde verstärkt und der vordere Stoßfänger mit einem hochelastischen Stahlträger versehen. Pralldämpfer zwischen diesem Crashelement und den Längsträgern absorbieren im Kollisionsfall die Aufprallenergie. Auch im Motorraum wurden spezielle Crashelemente verbaut, die das Triebwerk bei einem Aufprall wirksam am Aggregateträger halten, so dass sich die nicht komprimierbare harte Masse des Motors möglichst wenig zum Fahrgastraum hin verlagert.

Die vorderen Türen tragen zur Verbesserung der Gesamtsteifigkeit Verstärkungen und sind mit zusätzlichen Schließelementen jeweils mit A- und B-Holmen verbunden. Pedale und Lenksäule dringen im Crashfall somit nur wenig in den Fahrgastraum ein und reduzieren so das Verletzungsrisiko für den Fahrer.


Airbags

Ein 60-Liter-Frontairbag für den Fahrer ist bei allen Boxer-Varianten im Serienumfang enthalten. Als Sonderausstattung wird ein 120 Liter großer Frontairbag für die Beifahrerseite angeboten, der mit einem Schlüssel deaktiviert werden kann. Eine Leuchte im Multifunktionsdisplay des Businstruments zeigt an, wenn der Beifahrerairbag abgeschaltet ist. Beim Motorstart wird der Fahrer jedes Mal über diese Anzeige im Zentraldisplay daran erinnert, dass der Beifahrerairbag deaktiviert ist.

10 Liter-Seitenairbags in den Rückenlehnenseiten der vorderen Einzelsitze und unter der Dachverkleidung des Fahrgastraums eingesetzte Vorhangairbags (15 Liter) werden gegen Aufpreis angeboten.

Dreipunkt-Sicherheitsgurte

Die in der Höhe verstellbaren vorderen Sicherheitsgurte sind mit pyrotechnischen Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzern ausgestattet, die die Belastung des Oberkörpers verringern. Bei Zündung des Systems strafft der pyrotechnische Gurtstrammer den Sicherheitsgurt, während der Gurtkraftbegrenzer dafür sorgt, dass auf den Oberkörper kein übermäßiger Druck einwirkt. Über einen Gurtanlegesensor im Fahrersitz wird im Businstrument eine Anzeige aktiviert und ein Warnton ausgegeben, falls der Fahrer nicht angeschnallt ist.

Zum Schutz vor verrutschender Ladung verfügt der Transporter serienmäßig über eine Schutzleiter hinter dem Fahrersitz; als Sonderausstattung wird eine durchgehende Kabinentrennwand angeboten.

Im Bereich tertiärer Sicherheit sorgt ein Trägheitssensor dafür, dass hohe Verzögerungswerte erkannt und die Kraftstoffversorgung im Falle eines Crashs unterbrochen wird, um so der Brandgefahr vorzubeugen.

Die Unterbrechung der Kraftstoffzufuhr wird über eine Warnleuchte im Businstrument angezeigt.
Diebstahlsicherung

Um bei sämtlichen Einsatzarten maximalen Diebstahlschutz zu erreichen, werden die Türen zum Fahrerhaus und zum Laderaum des Boxer getrennt verriegelt. Daher verfügt die Funkfernbedienung über drei Knöpfe, einen für die Kabinenöffnung, einen für die Laderaumöffnung und einen dritten zum Verriegeln des gesamten Fahrzeugs. Die Verriegelungsknöpfe auf der Fensterbrüstung der Türen wurden entfernt und der Schließmechanismus speziell überarbeitet, um die Türen einbruchsicher zu machen. Die Laderaumtüren lassen sich über eine Taste in der fahrerseitigen Türverkleidung verriegeln, die Fahrerhaustüren über eine Taste auf der Mittelkonsole.

Außerdem verfügt die gesamte Boxer-Familie über eine elektronische Wegfahrsperre mit Transponder sowie die automatische Verriegelung sämtlicher Türen ab einer Geschwindigkeit von 7 km/h, die Insassen und Ladung vor Zugriff von außen schützt. Der Fahrer kann diese Funktion nach Wahl ein- oder ausschalten, und die Türen lassen sich jederzeit ganz normal von innen öffnen.

Bei den höherwertigen Ausstattungsvarianten wird dem Fahrer eine unvollständig geschlossene Tür (einschließlich der Laderaumtüren) über eine Warnleuchte im Multifunktionsdisplay angezeigt.

Um das Fahrzeug im Falle eines Diebstahls leichter zu identifizieren, ist die Fahrgestellnummer in den Windschutzscheibenrahmen eingearbeitet. Als Sonderausstattung wird ein Innenraumschutz mit Alarmfunktion in Verbindung mit einem Neigungssensor angeboten.


Die Motorenpalette

Neue leistungsstarke Triebwerke

Der Boxer wird mit drei neuen HDi-Dieselmotoren mit Common-Rail-Technik der neuesten Generation angeboten, die der Euro4-Norm entsprechen und eine Onboard-Diagnose 2 (EOBD) zur Überwachung der abgasrelevanten Systeme besitzen. Dabei handelt es sich um

 zwei Varianten des 2,2 l-HDi-Diesel aus der Kooperation zwischen Ford und PSA Peugeot Citroën mit 74 kW (101 PS) bzw. 88 kW (120 PS)
 und einen 3,0 l-HDi mit 115 kW (156 PS) Leistung.

o Der 2,2 l-HDi-Diesel

Dieser neue Vierzylinder-HDi-Dieselmotor mit Common-Rail-Technik wurde speziell für Nutzfahrzeuge entwickelt. Mit 86 mm Bohrung und 94,6 mm Hub erreicht er einen Hubraum von 2198 cm³.

Merkmale dieses Motors sind sein Grauguss-Zylinderblock sowie sein Aluminium-Zylinderkopf mit Vierventiltechnik und zwei obenliegende Nockenwellen. Er wird über eine Steuerkette angetrieben, der Turbolader hat eine unveränderliche Turbinengeometrie. Mit dem Common-Rail-System der jüngsten Generation mit bis zu 1600 bar Druck verfügt er über ein neuartiges Einspritzsystem, bei dem der Kraftstoff für die Piloteinspritzung geräusch- und schadstoffmindernd dosiert wird. An den Düsen steht der Kraftstoff stets unter hohem Druck zur Verfügung. Die Funktionsweise der elektromagnetischen Einspritzdüsen mit individueller Steuerung verbessert die Zerstäubungsqualität im Brennraum. Dieses umweltfreundliche Brennverfahren mit hohem Wirkungsgrad verringert den Schadstoffausstoß, spart Kraftstoff und sorgt für ein höheres Drehmoment. Die leistungsstarke, elektronisch gesteuerte Abgasrückführung (e-AGR) verringert die Stickoxyde im Abgas um etwa die Hälfte und verhindert durch niedrigere Verbrennungstemperaturen die Rußbildung. Dieses intelligente elektronische System überwacht die Luftmenge und korrigiert sie automatisch, sollte die Abgasrückführung unausgewogen sein oder das Ventil hängen bleiben. Es passt sich dem Betriebszustand des Motors an und wird durch einen Wasser-Wärme-Tauscher gekühlt.

Die 74 kW-Ausführung wird mit Fünfgang-MLGU-Schaltgetriebe ausgeliefert. Bei 1500/min erreicht der Motor ein maximales Drehmoment von 250 Nm.

Die 88 kW-Ausführung wird mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe vom Typ ML angeboten. Bei 2 000/min liegt ein maximales Drehmoment von 320 Nm an. Diese Version verfügt über ein Zweimassenschwungrad. Die höhere Leistung ergibt sich durch ein speziell angepasstes Kennfeld.


o Der 3,0 l-HDi-Motor

Dieser ebenfalls neu entwickelte Vierzylindermotor aus dem Motorenwerk Sofim hat 2998 cm³ Hubraum (Bohrung 95,8 mm, Hub 104 mm). Daraus schöpft er eine maximale Leistung von 115 kW (156 PS) bei 2800/min und ein maximales Drehmoment von 400 Nm bei 1700/min.

Diese Motorvariante besitzt einen Grauguss-Block, einen Aluminium-Zylinderkopf mit Vierventiltechnik und zwei obenliegende Nockenwellen, die ebenfalls über eine Steuerkette angetrieben werden.
Mit der Hochdruck-Direkteinspritzung nach dem Common-Rail-Prinzip der zweiten Generation lässt sich der Einspritzdruck bedarfsgerecht von 450 bis 1800 bar variieren. Weitere Merkmale sind der Turbolader mit unveränderlicher Turbinengeometrie und das Zweimassenschwungrad. Dieser Motortyp wird mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe vom Typ M40 ausgeliefert.

Das Fahrwerk

Auch die neue Boxer-Generation setzt auf Vorderradantrieb, der ein dynamisches Fahrverhalten bei gleichzeitig gutem Komfort garantiert.

Bei den 400er-Varianten ist das Fahrzeug der einzige Fronttriebler in seinem Marktsegment.

Radaufhängung

 Die McPherson-Vorderachse mit Dreiecksquerlenker, Kurvenstabilisator und Einzelradaufhängung garantiert eine präzise Fahrwerksgeometrie und reduziert so den Reifenverschleiß.

 Die starre Hinterachse besitzt Blattfedern, die an die Nutzlast des Fahrzeugs angepasst sind. Durch die Konstruktion dieser Rohrtraverse ist ein Höhenversatz zur Radachse und damit die Absenkung der Ladekante möglich.

Die Federung übernehmen längs angeordnete Einzelblattfedern mit einem Anschlag aus Polyamid in der Federmitte. Die Einzelblattfederung in Komfortauslegung wird für den Luxusbus in Serie und für den Bus und die Kastenwagen Doppelkabine als Sonderausstattung angeboten. Für den Warentransport ist auf Wunsch eine verstärkte Variante mit Doppelblattfedern erhältlich.

Optional kann der Boxer mit einer Hinterradaufhängung mit pneumatischem Niveauausgleich (Luftfederung) bestellt werden, die folgende Merkmale aufweist:

o unabhängig vom Ladezustand gleich bleibendes Fahrzeugniveau,
o bedarfsgerechte Absenkung der Ladekante im Stand um 430 mm,
o verbesserter Komfort bei den Ausführungen zum Personentransport.

Die Bedienelemente für diese Fahrwerksvariante befinden sich an der Instrumententafel. Ab einer Geschwindigkeit von 20 km/h wird das normale Fahrzeugniveau wiederhergestellt.


Lenkung

Die Servolenkung ist serienmäßig auf allen Varianten. Bei den Modellen mit 88 und 115 kW ist diese geschwindigkeitsabhängig.

Bremssystem

Das servounterstützte Bremssystem umfasst standardmäßig vier Bremsscheiben. Ebenfalls zum Serienumfang gehört bei allen Boxer-Varianten ein Antiblockiersystem (ABS) mit Raddrehzahlsensor an jedem Rad und elektronischem Bremskraftverteiler (EBV).

Der ebenfalls serienmäßige Notbremsassistent sorgt in Abhängigkeit vom Bremspedaldruck für eine maximale Verzögerung.

Je nach Ländervariante ist der Boxer außerdem in Serie oder optional mit einer Antriebsschlupfregelung (ASR) ausgerüstet. Sie nutzt die ABS-Radsensoren und wirkt unmittelbar auf Bremsen und Motorleistung. Über eine Taste am Armaturenbrett kann sie auf Wunsch ausgeschaltet werden.

Ein elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) wird für den Boxer ebenfalls serienmäßig oder als Sonderausstattung angeboten.

Mai 2006

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