Umweltschutz bei Peugeot:Schon eine Million Fahrzeuge mit Rußpartikelfiltersystem FAP

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Mi, 14/12/2005 - 00:00
Vor kurzem wurde das einmillionste Peugeot-Fahrzeug mit Rußpartikelfiltersystem FAP ausgeliefert, das erstmals im Jahr 2000 im Peugeot 607 eingeführt und nach und nach auf fast alle HDi-Dieselmotoren ausgeweitet wurde.

Vor kurzem wurde das einmillionste Peugeot-Fahrzeug mit Rußpartikelfiltersystem FAP ausgeliefert, das erstmals im Jahr 2000 im Peugeot 607 eingeführt und nach und nach auf fast alle HDi-Dieselmotoren ausgeweitet wurde.

In allen Baureihen erfolgreich

Als wichtiger Baustein im Bestreben um größtmögliche Schadstoffreduzierung ergänzt das von PSA Peugeot Citroën entwickelte Rußpartikelfiltersystem FAP die Leistung des HDi-Dieselmotors wirkungsvoll durch den Abbau von Rußpartikeln und Rauch und macht ihn so besonders umweltfreundlich.

Die Kombination dieser Vorteile ist für den baureihenübergreifenden Erfolg des Systems verantwortlich: über 500.000 Einheiten beim 307, 220.000 beim 407, knapp 100.000 beim 607 und über 80.000 beim 807. Selbst der 206, für den das FAP-System erst seit Mai 2004 und nur für eine Motorvariante verfügbar ist, zählt bereits über 40.000 verkaufte Einheiten.

Im Ländervergleich liegt Frankreich mit 377.000 Peugeot-Fahrzeugen mit Rußpartikelfiltersystem FAP an der Spitze, gefolgt von Deutschland (123.000), Spanien (118.500), Italien (99.500) und Großbritannien (89.000). In Österreich konnte Peugeot bisher über 23.000 FAP-Fahrzeuge absetzen.

Kern einer gezielten Strategie

Umweltschutz als strategische Priorität wird bei Peugeot unter anderem mit Hilfe des Rußpartikelfiltersystems FAP umgesetzt. Parallel dazu verfolgt der Hersteller weitere Forschungsansätze in unterschiedlichen Bereichen, die allesamt darauf abzielen, Fahrzeuge aus dem Hause Peugeot zu immer umweltfreundlicheren und kraftstoffsparenderen Autos zu machen und die Entwicklungsziele mit dem Umweltschutz zu vereinbaren.


o Vom Ansatz her sauber

Neben der Weiterentwicklung von Dieselaggregaten mit Rußpartikelfiltersystem FAP verfolgt Peugeot bei seinen Motoren außerdem die Strategie des so genannten Downsizing (Verringerung des Hubraums bei gleichzeitiger Leistungssteigerung). Darüber hinaus ist derzeit in einem Kooperationsprojekt zwischen PSA Peugeot Citroën und BMW die Erneuerung der Benzinerpalette im Gange.

Diese Initiativen sichern Peugeot eine Vorreiterrolle bei der Herstellung extrem sparsamer und somit umweltfreundlicher Fahrzeuge. Im europäischen Vergleich liegt der durchschnittliche Gesamtverbrauch von Peugeot-Modellen im oberen Spitzenbereich (von 4,1 l beim 107 mit 1,4 l HDi-Motor bis 10,2 l beim 607 mit 3,0 l-V6-Aggregat mit Automatikgetriebe). Außerdem konnte die Löwenmarke von 2000 bis 2005 über 500.000 Fahrzeuge absetzen, die pro Kilometer weniger als 120 g CO2 ausstoßen. Das bedeutet einen Marktanteil bei diesen emissionsarmen Fahrzeugen von 14 Prozent, während der Durchschnittswert in Europa bei nur 8 Prozent liegt.

o Alternative Kraftstoffe

Um die umweltpolitischen Vorgaben und die Erwartungen der Verbraucher zu erfüllen, hat sich die Marke Peugeot gemeinsam mit den Forschungsteams von PSA Peugeot Citroën aktiv um die Entwicklung so genannter alternativer Antriebe bemüht, bei denen weder Benzin noch Diesel zum Einsatz kommen.

An erster Stelle sind hier die Biokraftstoffe zu nennen, allen voran Biodiesel, weil es sich dabei um eine sofort einsatzfähige Technologie handelt. Biodiesel bietet den doppelten Vorteil, bereits heute für alle Dieselfahrzeuge verfügbar zu sein und den CO2-Ausstoß im Vergleich zu herkömmlichem Dieselkraftstoff um 18% zu senken. Peugeot setzt diese Technik sogar im Motorsport ein: Im RC Cup treten Fahrzeuge an, die mit einer Mischung aus 50% Diesel und 50% Biodiesel angetrieben werden. Es gilt abzuwarten, was demnächst in der Le Mans Endurance Series geschieht...

Daneben werden auch andere Lösungen wie Hybridmotoren erforscht, bei denen sowohl elektrische als auch thermische Energie genutzt wird. Diese Fahrzeuge sind im Elektrobetrieb nicht nur völlig emissionsfrei, sondern senken im thermischen Betrieb auch den Verbrauch fossiler Brennstoffe und damit den CO2-Ausstoß, weil der Verbrennungsmotor nur in Drehzahlbereichen zum Einsatz kommt, in denen er einen besonders hohen Wirkungsgrad erzielt.

Als Ergebnis der Forschung innerhalb des Konzerns PSA Peugeot Citroën wird Peugeot in Kürze einen Versuchsträger mit Diesel-Elektro-Hybridantrieb vorstellen, der darüber hinaus mit einem Rußpartikelfilter ausgestattet ist.

Die Brennstoffzellentechnologie bietet bei CO2-Emissionen sogar ein noch höheres Einsparpotenzial, wird jedoch in absehbarer Zeit nicht in Serienfahrzeugen verfügbar sein. In der Zwischenzeit hat Peugeot diverse Concept-Cars präsentiert (Taxi PAC im Jahr 2001, H2O in 2002 und Quark in 2004), um die positiven Forschungsergebnisse in diesem Bereich zu dokumentieren.

o Der »CO2-Schlucker«

Bei der Bekämpfung des Treibhauseffekts möchte Peugeot aktiv an der weltweiten Reduzierung von Kohlenstoffemissionen mitwirken. In einem groß angelegten Umweltschutz-Förderprojekt wurden seit 1998 im Amazonasgebiet über eine Million Bäume als »CO2-Schlucker« gepflanzt. Mit einer Erfolgsquote von über 80% zeigt das Projekt bisher sehr ermutigende Ergebnisse.

Der »CO2-Schlucker« von Peugeot ist Pilotprojekt und lebender Prototyp in einem:
 Ein Pilotprojekt mit selbst gewählten Vorgaben: Bei der groß angelegten Wiederaufforstungsmaßnahme soll in einem geschädigten Gebiet einerseits Kohlenstoff gebunden und die Artenvielfalt in gewissem Umfang wiederhergestellt, andererseits auch die CO2-Aufnahmefähigkeit des dadurch neu geschaffenen Ökosystems gemessen werden.
 Ein lebender Prototyp, da ein bislang theoretisches Konzept in anschaulicher Form umgesetzt wird. Ziel ist, die Eigenschaften des Ökosystems Urwald, das sich einer modellartigen Annäherung verschließt, in diesem breit angelegten Versuch darzustellen.

Das Projekt »CO2-Schlucker« umfasst ein Investitionsvolumen von zehn Millionen Euro.


Dezember 2005
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